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Die Geschichte
Zu Anfang wurde das Land von verschiedenen Stämmen bevölkert, von denen manche friedlich nebeneinander lebten, während andere ständig miteinander im Krieg lagen. Diese Uneinigkeit machte es anderen Stämmen natürlich einfach, sich deren Gebiete unter den Nagel zu reißen. Aber diese Gefahr drohte nicht nur durch andere Stämme, sondern auch von den umliegenden Länder. Als ein fremdes Land begann sich immer mehr und mehr des Landes einzuverleiben, betrat ein junger Mann das Schlachtfeld. Ein Mann, der ein großes Talent in der Kunst des Krieges aufwies. Ihm gelang es nicht nur den Feind zurück zu schlagen, sondern es gelang ihm sogar einen großen Teil der Stämme unter einem gemeinsamen Banner zu vereinigen. Der Name des jungen Mannes lautete Li Shang.

Der junge Mann jedoch hegte kein Interesse an Macht und verfolgte auch keine Ambitionen über die Stämme regieren zu wollen. Somit verblieben die Stammesgebiete in einem Allianzverbund, mit eigenständiger Verwaltung. Als Li Shang verstarb, trat sein Sohn in die Fußstapfen seines Vaters. Dieser vereinte im Verlauf seines Lebens die einzelnen Gebiete der Stämme zu einem zusammenhängenden Reich, welches er zu Ehren seines Vaters Shangli nannte. So wie sein Vater zuvor, überließ auch er den Stammesanführer die Verwaltung ihrer Gebiete, die nun die ersten Provinzen bildeten, allerdings mit ihm als oberste Verwaltungseinheit. Der erste Kaiser von Shangli.

Die Provinzen von Shangli blühten auf und bekamen sicher und stabil. Handelsverbindungen zu anderen Ländern wurden eingerichtet und alle Menschen profitierten davon. Stämme, die sich damals Li Shang nicht angeschlossen hatten, sahen wie gut es den Menschen in den Provinzen ging. Sie mussten nicht, so wie sie, ständig Überfälle und Raubzüge fürchten. Während sich wenige in Shangli eingliedern ließen, zögerten andere weiterhin. Sie waren einfach nicht bereit ihre Unabhängigkeit aufzugeben.

Die nachfolgenden zwölf Kaiser waren zufrieden damit, wie sich Shangli entwickelte und ihr Hauptaugenmerk lag auf der Sicherheit und dem Wohlergehen der Bevölkerung. Man begegnete den Nachbarn mit Diplomatie und nicht mit dem Schwert. Außer natürlich man war gezwungen sich zu verteidigen.

Der dreizehnte Kaiser jedoch war anders. Er hungerte nach Macht. Er war unzufrieden mit dem was Shangli darstellte. Unzufrieden mit dem Reichtum in seiner Schatzkammer. Er wollte mehr und er holte es sich. Dies war die Zeit, in welcher Shangli zum ersten Male eine Schlacht begann. Landstrich um Landstrich eroberten die kaiserlichen Armeen und Shangli wuchs und wuchs. Eroberte Ländereien wurden zu neuen Provinzen zusammengeschlossen.

Auch die nachfolgenden vier Kaiser verfolgten die Eroberungsstrategie ihres Vorgängers, wenn auch nicht ganz so verbissen. Immerhin war das Führen von Kriegen nicht gerade billig und der Nutzen nicht immer dem Aufwand gerecht.

Erst mit dem achtzehnten Kaiser von Shangli hörten die Eroberungsfeldzüge auf, so erkannte er doch, dass ein großes Reich durchaus seinen Nutzen hat, aber der Verwaltungsaufwand unerwartete Ausmaße angenommen hat. Ein höherer Verwaltungsaufwand bedeutete höhere Kosten für die eh schon in Mitleidenschaft gezogene Staatskassen. Dazu kam, dass das Volk dem Krieg müde und unzufrieden war. Zu viele Männer haben in den zahlreichen Kriegen ihr Leben gelassen und zu viele Ackerflächen lagen dadurch brach. An vielen Ecken des Reichs waren Hungersnöte ausgebrochen und es bestand die Gefahr eines Volksaufstands und das Abspalten von Provinzen. Durch Diplomatie und Geschick gelang es dem Kaiser das Unheil von seinem Reich fern zu halten und erließ ein Dekret, dass kein Krieg mehr geführt werden solle, solange er nicht dem Zweck dient, das Volk vor einer Gefahr von außen zu beschützen.

Shangli umfasste zu diesem Zeitpunkt 15 große Provinzen.

Die nachfolgenden Kaiser hielten sich an das erlassene Dekret, so erkannten auch sie, welche Gefahren in einer Vergrößerung des Reichs lagen. Gefahren, die sie nicht leichtfertig eingehen wollten. Allerdings begannen sie sich zu fragen, was sie ihren Söhnen zum Geschenk machen sollten, wenn sie keine neuen Gebiete eroberten. Also begannen sie damit die bestehenden Provinzen aufzuteilen und dadurch neue Provinzen zu erschaffen, die dann als Geschenke an Familienmitglieder und engste Vertraute verteilt wurden.

Diese Prozedur wurde durchgeführt bis Shangli 21 Provinzen hatte und an diesem Punkt gebaren die Lords der einzelnen Provinzen auf. Immerhin bedeutete das Aufspalten von Provinzen für sie einen Verlust an Macht und Einfluss. Etwas, das sie so natürlich nicht dem Kaiser gegenüber aussprachen. Stattdessen sprachen sie davon, dass durch diese Vorgehen Familien auseinander gerissen wurden, Einflussgebiete der Götter gestört werden würden und niemand, auch nicht der Kaiser selbst, sollte den Unmut der Götter auf sich ziehen. Über viele Monate hinweg wurden Verhandlungen geführt, die Zeichen am Himmel beobachtet und Zwiesprache mit den Göttern gehalten, bis man die Entscheidung traf, keine weiteren Provinzen auf diese Weise mehr zu erschaffen.

In diesem Zustand existiert Shangli noch heute, auch wenn so mancher nachfolgender Kaiser spitzfindig war und sich die Provinzen auf andere Art und Weise gesichert hat – Durch Heirat. Immerhin war dies noch zu Zeiten, in denen der Kaiser die absolute Macht über Shangli besaß und man für wichtige Entscheidungen stets sein Einverständnis einholen musste. So auch für geplante Hochzeiten und welcher Lord wagt es schon ‚Nein‘ zu sagen, wenn der Kaiser seine eigene Nachkommen oder die Nachkommen seiner engsten Vertrauter zum Angebot machte.


In den folgenden Jahrhunderten jedoch begann die Macht und der Einfluss des Kaisers auf die Provinzen und deren Lords immer mehr zu schwinden. Noch immer existieren dieselben Strukturen, noch immer schwören die Lords dem Kaiser ihre Treue, noch immer entrichten sie ihre jährlichen Tribute, doch eine vollständige Kontrolle hat der Kaiser schon lange nicht mehr über sie.