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Die Yaoguai

Yao


Hinter dem Reich der Menschen liegt das Reich der Yao – Die Wildnis. Die Wildnis hat Flüsse und Seen. Berge und Wälder und es hat ebenfalls eine Küste, gegen welche die Wellen des Meers branden. Doch ist die Wildnis nicht so farbenfroh und lebendig wie die Welt der Sterblichen. Das Gras und die Blätter der Bäume sind nicht saftig grün und das Wasser der Flüsse und Seen ist nicht blau. Es ist, als hätte jemand einen Graufilter über alles in der Wildnis gelegt durch welchen nur hier und da etwas gedeckte Farbe durchschimmert. Es ist also nicht wirklich verwunderlich, dass es viele Yao in die Welt der Sterblichen zieht. Der Großteil der Yao ist für die Menschen nicht gefährlich, wenn auch sie für allerlei Probleme und Schwierigkeiten sorgen. Allerdings gibt es durchaus Yao, wo eine Begegnung stets mit dem Tod endet, wie zum Beispiel die Begegnung mit dem Pestdämon. Selbst niedere Yao sind nicht immun gegen die Krankheit welche er verbreitet. Aber selbst wenn nicht würde eine unkontrollierte Reise von unzähligen Yao in das Reich der Menschen das Gleichgewicht stören. Nicht nur das zwischen dem Reich der Menschen und dem der Dämonen, sondern das gesamte weltliche Gefüge.

Ein Problem welches bereits vor vielen tausende von Jahren bestand und dem Jadekaiser großes Kopfzerbrechen bereitete. Das Reich der Himmlischen hatte seine eigene Probleme und wollte sich nicht länger in die Belange der Sterblichen einmischen. Sie hatten sogar ihre Pforten geschlossen. Dennoch wollten sie die Sterblichen nicht ihrem Schicksal überlassen und tatenlos zusehen wie das Reich der Menschen von immer mehr Yao zur Heimat gemacht wird. Wesen, die mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten den sterblichen und schwachen Menschen weit überlegen waren. Eines Tages suchte die Göttin Bai Ze den Jadekaiser auf. Sie hatte Kenntnisse über jeden Yao der zu dieser Zeit lebte und bot an für die Sicherheit der Wildnis und dem Reich der Menschen zu sorgen. Sie stieg vom Himmel herab und reiste in die Wildnis. Eine Reise, die mit einem hohen Preis für sie einher ging. Nicht nur verlor sie beinahe ihre gesamten Fähigkeiten als Göttin, sondern sie verlor auch ihre Unsterblichkeit, wenn auch sie noch immer ein weitaus längeres Leben als das eines Menschen besaß. Gemeinsam mit dem damals stärksten Da Yao (Großer Dämon) ging sie ein Bündnis ein die Wildnis zu beschützen.

Sie erließen das ‚Gesetz der Bai Ze‘, mit dem die Ausreise von Yao in die Welt der Sterblichen kontrolliert wurde. Zusammen mit den beiden Wächter des Tors zwischen den Reichen im Kunlungebirge regelten sie welchem Yao es erlaubt war in das Reich der Menschen zu reisen und wem nicht. Das Gleichgewicht war von nun an gesichert und dafür würde die Bai Ze Göttin und all ihre Nachfolgerinnen sorgen. Doch auch wenn die Reise von nun an überwacht wurde, gelang es immer wieder Yao durch das Netz zu schlüpfen und unerlaubt das Reich der Menschen zu besuchen. Viele von ihnen brachten großes Unheil über die Menschen. Doch was sollte man tun? Noch mehr Yao in die Welt der Sterblichen schicken, um die geflohenen Yao zurück in die Wildnis zu bringen? Würde dadurch nicht das Gleichgewicht erneut in Gefahr gebracht werden?

Nach vielen Überlegungen kam man zu einer Lösung. Gemeinsam erschufen die erste Bai Ze Göttin, der Große Dämon, der Gott des Berges Ying Zhao, sowie der Gott des Berges Zhu Yin drei Männer und drei Frauen. Sterblich wie die Menschen, beinahe ohne die übernatürliche Fähigkeiten der Yao und doch stärker und ausdauernder als ein gewöhnlicher Mensch. Sie waren Sterbliche und doch waren sie streng genommen auch Yao, denn ihre Erschaffung basierte auf der Manipulation von Qi und von dem Ungleichgewicht von Yin und Yang. Diese Sechs wurden ausgeschickt, um die entflohenen Yao zurück in die Wildnis zu bringen. Ebenso waren sie von nun an für die Kontrolle über die Yao in der Welt der Sterblichen verantwortlich. Dies waren die ersten Yaolieshou der Menschheitsgeschichte. Viele Clans stammen von einem dieser Sechs ab.

Über tausende von Jahren wachten die Nachfolgerinnen der ersten Bai Ze Göttin und ein Großer Dämon für die Sicherheit der Welt der Sterblichen, ebenso wie über die Wildnis. Sie sorgten für das Gleichgewicht, auf dass beide Welten und ihre Bewohner geschützt waren. Vor acht Jahren jedoch geriet diese Ordnung völlig außer Kontrolle, als die amtierende Bai Ze Göttin auf tragische Weise ihr Leben verlor. Der Bai Ze Göttin gelang es noch vor ihrem Tod ihre Nachfolgerin zu ernennen, doch diese ist sich dieses Umstands nicht bewusst. Unzählige Yao konnten in die Welt der Sterblichen entfliehen, so war niemand mehr da, der sie hätte zur Rechenschaft ziehen können. Mit jedem Jahr verwandelte sich das ehemalige Gleichgewicht mehr in ein Ungleichgewicht und droht nun die Wildnis zu vernichten.



Entstehung, Eigenschaft und Fähigkeiten
Yao repräsentieren eine breite und diverse Klasse von Kreaturen, die allesamt übernatürliche Kräfte besitzen. Zu ihren Fähigkeiten gehören unter anderem Verwandlung, Verzauberung, Illusionen, Gedankenkontrolle, Hypnose oder Gestaltenwandeln. Aber auch das Verursachen von Krankheiten, Hellsehen oder das Beherrschen von Naturkräften gehört dazu. Yao/Yaoguai wird in aller Regel mit ‚Dämon‘ übersetzt und auch wenn diese Übersetzung nicht grundlegend falsch ist, so führt sie nicht selten im westlichen, oftmals christlich geprägtem, Sprachraum leicht zu Missverständnissen. Denn anderes als die Dämonen des Westens, die in aller Regel von Natur aus böse sind und als moralisch verwerflicher Antagonist zu dem moralisch guten Menschen stehen, haben die Yao keinerlei religiösen Bezug. Ebenfalls sind sie nicht an das moralische Konstrukt der Menschen gebunden. Sie handeln eher amoralisch, also außerhalb eines moralischen Konstrukt, als unmoralisch. Sind eher launisch und tückisch, als von Natur aus böse. Somit haben sie mehr Ähnlichkeit mit den Fae und den klassischen Daemons (Daimon), als mit den Dämonen aus der Hölle.

Yao beschreibt eine Kategorie von Kreaturen mit übernatürlichen oder außergewöhnlichen Fähigkeiten. Dabei kann es sich um Tiere handeln, aber auch Pflanzen und sogar unbelebte Objekte, welche ein spirituelles Bewusstsein und magische Kräfte erhalten haben. Dies passiert entweder durch das Absorbieren von Qi, durch eine Qi-Anomalie oder durch die Absorption von Yin oder Yang Energien über eine langen Zeitraum hinweg. Aber sie können auch das Resultat von Störungen der moralischen oder kosmischen Ordnung sein.

Yao sind in der Lage nach vielen Jahren der Kultivierung eine menschliche Form anzunehmen. Haben sie dies einmal geschafft, können sie durch weitere Kultivierung die Sprache erlernen und irgendwann sogar einmal jede Form der menschlichen Emotionen empfinden.

Yao sind in der Lage sich mit Menschen zu paaren und Nachwuchs zu erzeugen. Die Halb-Yaoguai besitzen eine menschliche Form und sind sich ihres Yao-Teils in aller Regel nicht einmal bewusst. Sie mögen stärker sein als andere Menschen, ihre Wunden heilen schneller als gewöhnlich, aber ansonsten sind sie nicht anders als normale Menschen. Sehr selten werden die Fähigkeiten des Yao-Elternteils an den Nachwuchs weitergegeben und wenn dann nur in schwacher und fragmentierter Form. Was allerdings häufig weitergegeben wird, sind Charakteristiken der ursprünglichen Gestalt des Yao-Elternteil. Das Kind eines Fisch-Yaos und einem Mensch, wird zum Beispiel eine große Vorliebe für Wasser haben und sich darin absolut wohl fühlen. Das Kind eines Katzen-Yaos und einem Menschen, wird vermutlich jedem Fisch nachschauen, der an ihm vorbei getragen wird und wird auch mal Dinge einfach vom Tisch wischen, nur um die Reaktionen der Anwesenden zu beobachten.