Orden des Weißen Lotos
Hoch im Norden, im Gebirge gelegen, befindet sich der Tempel des Weißen Lotos. Die Tempelanlage erstreckt sich über mehrere Etagen und bildet einen eindrucksvollen Anblick. Während die unteren Etagen Reisenden und Gäste zur Verfügung stehen, so sind die oberen Etagen den Mitgliedern vorbehalten. Zahlreiche Treppen und Brücken verbinden die einzelnen Etagen und die nach Süden ausgerichteten Häuser und Pagoden. Ein Ort der Ruhe und Gelassenheit.
Immer wieder kommen Menschen zum Tempel des Weißen Lotos um in Ruhe und Abgeschiedenheit ihren Körper und ihre Seele zu gesunden. Zeit in Mediation zu bringen und ihre Lebensgeister zu stärken. Die Menschen können so lange verweilen wie sie es wünschen, doch der Aufenthalt ist natürlich nicht umsonst, sondern es ist eine gewisse Gebühr zu entrichten für Kost und Unterkunft und für die spirituelle Führung. Das Geld dient den Ordensmitglieder nicht zur Bereicherung, sondern dient einzig und alleine der Instandhaltung einer so großen Anlage.
Die Mitglieder des Ordens haben sich der Mediation und der Kultivierung des Qis verschrieben und nur wer sein Leben dem Orden verschreibt, wird in die alten Geheimnisse eingeweiht, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Sie gelten im ganzen Land als die besten Kämpfer, deren Können die Grenze des menschlichen Körpers zu überschreiten in der Lage sind. Ihre Augen sehen besser und ihre Ohren hören besser. Wo andere Menschen vor Anstrengung schweißgebadet nach Luft hecheln, sehen sie aus, als hätten sie lediglich einen Spaziergang gemacht. Doch niemals würde ein Mitglied sein Können dazu nutzen, einem anderen Menschen Schaden zu zufügen. Sie interessieren sich nicht für weltliche Dinge wie Reichtum oder Besitz, sondern streben nach dem perfekten Einklang von Körper und Geist.
Sie nutzen ihr übernatürliches Können nur selten, so fordert es doch stets einen Preis. Die Nutzung des eigenen Qis, um die eigenen Sinne zu verbessern, ist ein gefährliches Unterfangen. Je nachdem wie intensiv und wie lange es eingesetzt wird, macht es eine tagelange manchmal sogar wochenlange Erholung notwendig. In dieser Zeit ist das Mitglied körperlich so sehr geschwächt, dass es ans Bett gefesselt und auf die Hilfe anderer angewiesen ist, da ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Energie fehlt. Leichtsinn und Selbstüberschätzung kann schnell zu einem tragischen Tod führen.

